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Wir müssen reden #AGI #Die Zukunft der Zukunft

#AGI = artificial GENERAL Intelligence

 

Stell dir vor, es ist Zukunft, und niemand denkt mit!

Wir sind an einer Weggabelung!

Über die Zukunft der Zukunft.

 

Was haben Künstliche Intelligenz und Klimawandel gemein?

1.      Ähnlich wie beim Klimawandel ist die Künstliche Intelligenz seit mindestens 40 Jahren Bestandteil intensiver Forschung.

2.      Beide wurden nur in einer jeweils kleinen Gemeinde von Forschern und Nerds betrieben und beschrieben und seit diesen 40 Jahren in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik im Wesentlichen verdrängt.

3.      Lobby-Politik führt in beiden Fällen in die falsche Richtung.

4.      Politik und Medien sind dabei nicht hilfreich.

5.      Wir sind als Menschheit gefangen in unserer Verdrängungshaltung.

 

Wo liegen die Unterschiede zwischen Künstlicher Intelligenz und Klimawandel?

1.      Klimawandel ist nur einfach exponentiell mit Kipppunkten, die wir noch nicht verstehen.

2.      Künstliche Intelligenz ist mehrfach exponentiell.

3.      Klimawandel ist aufzuhalten, die KI nicht!

4.      Für den Klimawandel könnte die KI eine Lösung sein.

5.      Wenn wir wollten.

 

„Die größte Schwäche der Menschheit ist ihre Unfähigkeit die Exponentialfunktion zu verstehen.“ (Allen A. Bartlett)

 

Wir müssen reden! Über KI.

Denn KI wird unser Schicksal … bestimmen.

 

 

Möglicherweise wird der schnelle Zugang zu diesen Werkzeugen ähnlich schicksalhaft, wie die Wartelisten für eine Organtransplantation?

Schneller Rückblick – warum jetzt?:

Künstliche Intelligenz ist seit mindestens 40 Jahren Thema. – Ein verdrängtes Thema.

Warum kommt die Disruption also (erst) jetzt?

Warum sind wir so überrascht?

 

In seinem empfehlenswerten Vortrag „Underestimated AI“ beschreibt Mikko Hyppönen auf dem Nordic Business Forum 2023 (Warum sind uns die Nordlichter immer so weit voraus? Kühler Kopf? Näher am Nordstern?) die folgenden Meilensteine:

https://www.youtube.com/watch?v=bC9R32N_sOU

 

Schritt 1: Die Verbreitung des Internets. – Exponentielles Wissen

Dies beschreibt Mo Gawdat, ein anderer Vordenker, als „Netscape“-Moment. Das Internet war lange vor seinem Durchbruch „da“! Der Durchbruch kam als der Browser, also die Nutzeroberfläche, damals Netscape, es einfach nutzbar gemacht hat.

Peter Ferdinand Drucker, der Begründer der modernen Management-Lehre, Jahrgang 1909(!) beschrieb bereits in den 1960ern die Entwicklung zur Wissensgesellschaft und zum Wissenarbeitenden (immer schön gendern*, denn Form ist uns politisch und medial ja mittlerweile wichtiger geworden als Substanz und als selbst zu denken (Beobachtung off)).

Mit der Verbreitung des Internet war eine erste Hürde zur demokratischen Wissensverbreitung geschaffen.

 

Schritt 2: Unbeschränkte Speicherkapazität durch die Cloud – Exponentielle Speicherkapazität

Wissen nutzt nur etwas, wenn man auch Zugriff darauf hat. Am besten in Echtzeit.

Mit Jahrgang 1966 gehöre ich noch zu einer Generation, die ehrfürchtig vor der 26-bändigen Brockhaus-Ausgabe in Kalbsleder und Goldschnitt meines Patenonkels stand. – Heute maximal als Deko-Gegenstand zu nutzen.

Die heutigen Cloud-Lösungen sind die zweite notwendige Komponente.

 

Schritt 3: Rechnerleistung – Exponentielle Verarbeitungskapazität

Das Video von Mikko Hyppönen ist hier ab Minute 4:15 sehenswert. Es zeigt die Super-Chip-Technologie auf Basis von 3 nm (NANO-Metern … ein menschlisches Haar ist 100.000 mal dicker).

 

Kommentar:

Während wir in Deutschland weitestgehend MINT-befreite Politiker, Medien und Richter, die nicht rechnen (können) – iudex non calculat – haben, die diese Innovationen und die Investitionen in solche Innovationen nicht ansatzweise in ihrer Zukunftswirkung einordnen können, … beschneiden wir uns lieber selbst, begeben uns in neue Abhängigkeiten und üben die Pose des Kaninchens vor der Schlange, während andere uns rechts überholen und uns „die Schilder für das Überholverbot“ ausgegangen sind..

 

Miko Hypponen zeigt dann noch das schöne Bild, dass in unseren aktuellen Smart-phones (egal ob i-phone oder Android) eine Rechnerkapazität verbaut ist, die vor 20 Jahren zu den 500 leistungsstärksten Computern der Welt gezählt hätten, 2 LKWs groß und generatorbetrieben.

 

„Attention is all you need“

Der „Turbo“ war dann: „Attention is all you need“

Wer interessiert ist, kann sich das google-research-paper von 2017 herunterladen.

https://research.google/pubs/pub46201/

 

Kommentar:

Während „wir“ als Menschen unsere Aufmerksamkeitsspanne systematisch degenerieren, hatte google verstanden: Der Turbo für die Entwicklung der KI ist die Verlängerung der Aufmerksamkeitsspanne der Lern-Algorithmen!!! - Wie also soll der Mensch mit zunehmend geringer werdender Aufmerksamkeitsspanne hier noch irgendeine Schnitte machen?

 

Schlussfolgerung:

Diese 3 Entwicklungsschritte sind alle in sich exponentiell.

3 Schritte = 3x exponentiell.

Mo Gawdat erweitert und sagt, dies sei der Grund sogar für Sprünge innerhalb der Exponentialität.

… aber was reden wir.

Exponentialität wird auch nach einer Corona-Erfahrung immer noch nicht verstanden.

 

„… und es bewegt sich nichts!“

Das schrieb ich im letzten Blog in einem anderen Zusammenhang.

 

Mikko Hyppönen jedenfalls sagt:

„There is no point in delaying this evolution“

 

 

Ich habe dazu geschrieben: Es gibt keinen Notaus-Knopf.

https://www.upcycl-ing.de/2023/07/20/realitätsversifft-natürlich-ki-in-10-akten/

 

Warten Sie also nicht, bis ihr Arbeitgeber eine Mail erhält:

 

 

„Hello, I am an AI and I am applying for YOUR job“.

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